Power-to-Heat

Das Rostocker Elektrotechnik-Unternehmen SEAR hat Aufträge in Millionenhöhe zur Herstellung von sogenannten Power-to-Heat-Anlagen bekommen. Die Bestellungen für die Anlagen, bei denen überschüssige elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird, seien von Vattenfall und RWE gekommen, teilte die SEAR GmbH am Donnerstag mit. Die Stromversorger könnten damit unter anderem flexibel auf Schwankungen im Stromnetz reagieren.

Die Technologie von Power-to-Heat sei gerade im Rahmen der Energiewende mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wie Windenergie und Photovoltaik besonders wichtig, hieß es. Denn Stromüberschüsse aus erneuerbaren Energien würden für die Wärmebereitstellung verwenden, womit letztlich fossile Energieträger ebenso wie Emissionen im Wärmebereich eingespart werden können. Es entstünden künftig auch regenerative Regelkraftwerke, mit denen Industriestandorte mit Strom und Wärme aus Energieüberschüssen versorgt werden können.

SEAR erhält Großauftrag

Im Auftrag des Unternehmens Steelwind Nordenham GmbH, einem Produzenten von Monopiles und Transition Pieces, wird die SEAR in Nordenham 36 Transition Pieces mit komplexer Elektrotechnik ausrüsten. Nach der Vorfertigung in Rostock und der Endmontage in Nordenham werden diese Komponenten im Offshore Windpark Borkum Riffgrund 2 in der Nordsee verbaut. Das Volumen dieses Auftrages beläuft sich auf über 1 Mio. EUR. Geplant ist, diese Arbeiten bis zum Dezember 2017 abzuschließen.

Sail Out der Plattform DolWin3

Am 15.06.2017 soll es soweit sein, dass die Offshore Plattform den Hafen in Rostock verlässt und sich auf den Weg zum endgültigen Standort in der Nordsee begibt.

Mit dem Projekt DolWin3 wird eine 900 MW-starke Gleichstromanbindung für Windparks im südwestlichen Teil des deutschen Nordseegebiets umgesetzt. Das Projekt DolWin3 ist der dritte Anschluss im DolWin-Cluster. Von der Konverterplattform DolWin gamma wird das Seekabel über eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung bis zur Küste geführt und ab da als Erdkabel weitere etwa 80 Kilometer bis zur landseitigen Konverterstation Dörpen West verlegt. Dort wird der Gleich- in Drehstrom gewandelt. Dort befindet sich auch der Netzverknüpfungspunkt, der die Verbindung zum deutschen Übertragungsnetz herstellt. Die Fertigstellung des Anschlusses ist für 2018 vorgesehen. SEAR hat einen sehr großen Anteil an der Fertigstellung dieses Projektes. Wir haben für die Offshore-Plattform und die Landstation das gesamte Hochspannungs-Equipment montiert. Dazu zählt nicht nur die Gas-Isolierte-Schaltanlage mit 155.000 Volt und 400.000 Volt, sondern auch die gesamte Konvertermontage bis hin zur Konverterkühlung. Über 400.000m Kabel wurden durch uns in beiden Projekten verlegt. In Spitzenzeiten waren wir mit mehr als 150 Mitarbeitern tätig. Das Auftragsvolumen der beiden Projekte beläuft sich derzeitig auf ca 12,1 Mio€.

Erweiterung der Geschäftsleitung

Mit Freude teilen wir mit, dass die Herren Michael Schmidt und Heiko Seefeldt mit einer Prokura ausgestattet wurden.

Sie werden ab sofort, neben den Geschäftsführern Thomas Lambusch und Mayk Wiese, als Prokuristen Mitglied der Geschäftsleitung sein.

Rostocker Offshore-Know-how in der Nordsee gefragt

Windpark Hohe See wird mit komplexer Elektrotechnik ausgestattet

Ohne das Know-how des auf Energie- und Industrietechnik sowie auf Offshore spezialisierten Rostocker Unternehmens SEAR GmbH geht derzeit in der Nordsee wenig. Nachdem die SEAR bereits die Windparks Dudgeon und Galloper vor Großbritannien sowie Rentel vor Belgien mit spezieller Elektrotechnik ausgestattet hat, konnte sich das Unternehmen nun den Auftrag für den EnBW-Offshore-Windpark Hohe See sichern. Im Auftrag des belgischen Stahlturmproduzenten Smulders installiert die SEAR in den 71 sog. Transition Pieces (TP = ca. 30m hohe und 6m im Durchmesser messende Verbindungsrohre zwischen dem Offshore-Fundament und dem Windmühlenturm) seetaugliche, hochkomplexe Elektrokomponenten. Nach Vorfertigung in den firmeneigenen Werkstätten in Rostock und der Endmontage in Antwerpen werden diese Komponenten dann in den Offshore-Windpark Hohe See verbaut. Das Volumen dieses Auftrages beläuft sich auf über zehn Millionen Euro. Geplant ist, diese Arbeiten bis zum April 2018 abzuschließen.

Der Nordsee-Windpark Hohe See ist ein Projekt der EnBW (Energie Baden-Württemberg) und liegt ca. 90 Kilometer nördlich vor Borkum und 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Die 71 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 497 Megawatt sollen nach ihrer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2019 jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Mit dieser Energie können rund 560.000 Haushalte versorgt und rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Transition Pieces (TP) an den Offshore Windenergieanlagen sind das Verbindungsstück zwischen dem Monopile-Fundament, also dem Teil, das im Meeresboden steckt und bis zur Meeresoberfläche geht und dem eigentlichen Turm der Windmühle. Ein Transition Piece ist ca. 20-30m hoch und ca. 6m im Durchmesser und hat ein Gewicht von ca. 300t. Ein Transition Piece, dass im montierten Zustand ca. 1/3 unter Wasser und 2/3 über Wasser ist, ist nicht nur die mechanische Schnittstelle zwischen der Windmühle und der Befestigung im Meeresboden, sondern auch die Schnittstelle zwischen dem Mittelspannungsseekabel und dem Windmühlengenerator, sowie Zugangspunkt für Servicemonteure zur Windmühle.

An jedem Transition Piece ist ein Boat Landing installiert, damit Serviceschiffe anlegen und die Servicemonteure zum Eingang der Windmühle hochklettern können. Dazu ist am oberen Ende eines jeden Transition Pieces eine umlaufende Arbeitsplattform montiert. Auf dieser Plattform befindet sich ein elektrisch betriebener Davit-Kran, um Lasten hochzuziehen oder z. B. Verletzte zu bergen.

Aus den vorgenannten Anforderungen sind eine Vielzahl an elektrotechnischen Ausrüstungen an jedem Transition Piece zu installieren. Dazu zählen Einrichtungen, um das 33kV Mittelspannungsseekabel mit dem 33kV Netzanschluss der Windmühle zu verbinden. Ebenso müssen Einrichtungen in die TPs eingebaut werden, um Kommunikationsleitungen, die sich im 33kV Mittelspannungskabel befinden, später mit der Kommunikationsschnittstelle der Windmühle zu verbinden.

Um einen sicheren Betrieb der Windenergieanlagen auf See zu gewährleisten, sind weitere elektrotechnische Komponenten erforderlich, wie z. B. Navigationsbeleuchtung und Sonartransponder, um Schiffs- und U-Bootkollisionen zu vermeiden. Hinzu kommen elektrische Windmühlenidentifikationsanlagen und Flugbeleuchtung, um anfliegende Helikopter, die Servicemonteure zu den Windmühlen bringen, zu unterstützen. Stromversorgungs- und Beleuchtungsanlagen mit Notlichtfunktionen im Inneren der TPs und auch Außen für die Arbeitsplattform sowie dem Boat Landing sind zusätzlich erforderlich. Zum Schutz vor Korrosion unter Wasser am Transition Piece und dem Monopile sind in jedem TP sogenannte elektrische Kathodenschutzsysteme zu installieren.

All diese elektrotechnischen Einrichtungen werden von der SEAR in den TPs montiert und angeschlossen. Dazu wird ein großer Teil der Ausrüstung in der SEAR-Werkstatt in Rostock vorgefertigt, mit Kabeln versehen und vorgeprüft, so dass eine effiziente Installation durch die Mitarbeiter in Antwerpen möglich ist. Die große Herausforderung besteht u. a. darin, dass sämtliche Komponenten nach Installation auf See sofort und störungsfrei funktionieren müssen. Aktuell werden pro Woche mehrere Tausend Meter Kabel und hunderte von Geräten sowohl in der SEAR Werkstatt in Rostock vorgefertigt und vorgeprüft, als auch im TP Herstellerwerk in Antwerpen installiert, angeschlossen und in Betrieb genommen.

Ein Meilenstein für die OIS GmbH

Die OIS Offshore Industrie Service GmbH, ein Tochterunternehmen der SEAR und Krebs GmbH, sowie die Green Wind Offshore GmbH übernehmen Instandhaltung für Netzanschlusssystem DolWin3

Die Partner OIS Offshore Industrie Service GmbH und Green Wind Offshore GmbH, die sich in der ARGE O&M Projekt DolWin3 zusammengeschlossen haben, übernehmen im Auftrag der GE Grid GmbH die Instandhaltung des Netzanschlusssystems DolWin3.

Beim Netzanschlusssystem DolWin3 handelt es sich um eine 900 MW – Gleichstromanbindung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) im südwestlichen Teil des deutschen Nordseegebietes. Es dient zum Anschluss von zwei Offshore-Windparks des Clusters DolWin an das landseitige 400-kV-Umspannwerk in Dörpen West. Die seeseitige Konverterstation DolWin gamma befindet sich ca. 50 km nördlich von Borkum in einer Wassertiefe von ca. 30 m. Sie ist eine Tochterplattform zur DolWin alpha und mit dieser über eine feste Brücke verbunden.

Der Vertrag besteht aus einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase sowie der sich daran anschließenden 5-jährigen Instandhaltungsphase und umfasst sowohl Instandhaltungstätigkeiten auf der im Bau befindlichen Konverterstation DolWin gamma als auch im landseitigen Umspannwerk Dörpen West. Dabei ist die ARGE für die komplette Planung, Organisation und Durchführung der Instandhaltung auf Basis eines eigens erstellten Instandhaltungskonzeptes verantwortlich.

Social Compliance Audit

Auf Wunsch der Siemens AG führte das Unternehmen Intertek Certification GmbH bei der SEAR GmbH ein Sozialaudit durch. Die Auditierung erfolgte auf Basis des von Intertek entwickelten Workplace Conditions Assessment (WCA) – Audit zur Bewertung anerkannter Sozial- und Arbeitsplatzstandards. Intertek ist der weltweit größte Anbieter solcher Audits.

Social Compliance Audits dienen der Abbildung von Arbeitsplatzbedingungen im Unternehmen. Die objektive Bewertung vor Ort erfolgte durch eine Unternehmensbegehung, Dokumentenprüfung und Mitarbeiterinterviews. Durch Erteilung des Intertek Achievement Award wird die Erfüllung der anerkannten Sozial- und Arbeitsplatzstandards gemäß den WCA Kriterien bestätigt.

SEAR erhält weiteren Großauftrag

Das auf Energie- und Industrietechnik spezialisierte Rostocker Unternehmen SEAR GmbH kann den Eingang eines weiteren Großauftrages im Offshore-Bereich verzeichnen. Im Auftrag der Siemens AG rüstet die SEAR GmbH das zum Windpark-Projekt BorWin 3 gehörende Umspannwerk Emden/Ost mit Konvertertransformatoren, Hochspannungs-Gleichstrom-Anlagen (HGÜ) sowie weiterer Hochspannungstechnik aus. Die Arbeiten sollen Ende 2017 abgeschlossen sein.

Mit dem Projekt BorWin3 realisiert Siemens für den Netzbetreiber TenneT eine 900 Megawatt starke Gleichstromverbindung in der Nordsee. Von der Offshore-Konverter-Plattform BorWin gamma, in der der auf See erzeugte Drehstrom aus Windenergie in Gleichstrom umgewandelt wird, wird der Gleichstrom mit einem rund 130 km langen Seekabel und 30 km langen Erdkabel nach Emden/Ost ins Umspannwerk übertragen. Im Umspannwerk wird der Gleichstrom dann mit Hilfe der modernen HGÜ-Technik wieder in Drehstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist.

„Mit dem neuen Auftrag baut die SEAR ihre Position als deutscher Marktführer im Bereich der hoch komplexen elektrotechnischen Montagen für die Offshore Energieverteilung weiter aus. Zudem befinden wir uns derzeit in der Realisierungsphase von ca. 30 weiteren Umspannwerken in Europa“, teilten die Geschäftsführenden Gesellschafter der SEAR GmbH, Thomas Lambusch und Mayk Wiese, mit.